Radio Hamburg

Spielplätze in der gesamten City geschlossen

Hohe Bußgelder für illegale Spielplatzbesuche

Hamburg, 18.03.2020
Spielplatz in der Stadt

Um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland einzuschränken, bleiben nun auch Spielplätze geschlossen. Doch noch halten sich nicht alle an die Regelungen.

Der neuartige Coronavirus hat das öffentliche Leben in Hamburg mittlerweile weitestgehend lahmgelegt. Die meisten öffentlichen Einrichtungen sind per Allgemeinverfügung geschlossen worden. Betroffen davon sind in Hamburg auch öffentliche Spielplätze, die nun vorerst nicht mehr betreten werden dürfen. Wer das Verbot missachtet, muss mit drakonischen Strafen rechnen.

Sozialsenatorin verteidigt Schließung

Im Radio Hamburg Interview verteidigt Sozialsenatorin Melanie Leonhardt die Schließungen, die bei vielen Eltern und Kindern auch Unverständnis stößt. "Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich mit dem Bund auf eine grundsätzliches Nutzungsverbot aller öffentlichen Spielplätze ausgesprochen. Das ist natürlich für Stadtkinder eine riesige Herausforderung. Die Allgemeinverfügung gilt in Hamburg aber!", so die SPD-Politikerin. Sie betont aber auch, dass von der Regelung natürlich private Spielplätze und auch die Spielplätze von Kitas ausgeschlossen seien. "Für alle Eltern von Stadtkindern ist das aber definitiv eine große Herausforderung", gibt die Politikerin im Interview zu.

Bei Verstößen drohen Bußgelder

Bei Verstößen drohe ein Bußgeld, sagte Leonhard. Das gelte auch, wenn Kinder ohne Wissen ihrer Eltern auf Spielplätze gingen. Denn, so die Seenatorin: "Eltern haften für ihre Kinder." Das Erlassen der Höhe des Bußgeldes ist Ländersache. Je nach Schwere des Verstoßes wird dann das Bußgeld festgesetzt. Nur einmal als Vergleichwert: In Österreich drohen Bußgelder von bis zu 3.600 Euro. AUch wenn es schwer fällt, sollte man wegen des Geldbeutels und auch wegen der damit verbundenen Gesundheitsgefahr für einige Zeit auf den Spielplatzbesuch verzichten.  

Petition zur Wiedereröffnung im Netz

Doch das fällt anscheinend nicht allen so leicht. Im Netz gibt es bereits eine Petition, die zur Wiedereröffnung der Spielplätz ein Hamburg auffordert. Fakt ist: Eine Petition bringt hier nichts. Die Spielplätze sind Virenfallen Nummer eins, weil Kinder sich selbstverständlich nicht an einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander halten. Genauso wenig aber auch erstaunlicherweise ihre Eltern. Fakt ist auch: Den Kindern soll der Spielplatz nicht weggenommen werden, man will mit dieser Maßnahme die weitere Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Also bitte: Bleibt vernünftig!

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