Radio Hamburg

Zweitgrößte Ressource der Welt

Sand wird immer knapper

Sandabbau

Sand ist eine der wichtigsten Ressourcen der Welt.

Ein neuer UN-Bericht warnt vor dem verantwortungslosen Abbau von Sand bzw. Kies. Als Konsequenz können sich negative Folgen für die Umwelt ergeben.

Der Rohstoff Wasser wird weltweit am meisten gehandelt und gefördert, das sollte bekannt sein. Doch wusstet ihr, dass Sand (gemessen am Volumen) auf Platz 2 liegt? Ein neuer Bericht des Umweltprogramms der UN (UNEP) hat sich nun mit dem Thema beschäftigt und will es dadurch vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

Bedarf wächst rasant

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Laut Schätzungen wächst der Bedarf jährlich um mehr als 5 %, alleine in den letzten 20 Jahren hat sich die Nachfrage nach Sand verdreifacht. Grund ist vor allem der anhaltende Bauboom, der durch die wachsende Weltbevölkerung und stetige Anzahl an Stadtbewohnern entsteht. So werden jedes Jahr 40-50 Milliarden Tonnen von Sand abgebaut und verbaut. Auch in der Elektronik-Produktion und für Glas wird Sand mit seinen wertvollen Mineralen verwendet. 

Auswirkungen auf die Umwelt

"Wir verarbeiten den Sand schneller, als wir ihn verantwortungsbewusst abbauen können", so Joyce Msuya, die stellvertretende Exekutivdirektorin der Organisation. Als Folge können sich Schäden für die Umwelt ergeben. Beispielsweise kommt es durch den vermehrten Gewinn von Sand und Kies von Stränden zu Überschwemmungen und Auswaschungen, was zu einer Gefährdung für Krebse werden kann. Auch touristische Regionen können so weniger erschlossen werden.

Wüstensand keine Alternative

Als Vorschlag zur Besserung schlägt der Bericht eine Regulierung und Bewirtschaftung der weltweiten Sandbestände vor. Weiter müsse man über Alternativen in der Baubranche, bspw. Sägemehl oder Recycling-Material, nachdenken. Weniger hilfreich dagegen ist Wüstensand: Die Sandkörner sind durch den starken Wind abgeschliffen und bleiben somit nicht lange haften.

 

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