Radio Hamburg

Das Konzept der Zukunft

Alles rund ums Elektroauto

Hamburg, 13.05.2019
Renault ZOE fahrend

Das Elektroauto gilt für viele als das Symbol für die Zukunft schlechthin.

In Zeiten von Klimawandel, Energie-Wende und Co. ist Elektromobilität in aller Munde. Doch: Um was geht es bei Elektroautos eigentlich?

Geht es um das Auto der Zukunft spielt das Elektroauto eine wichtige Rolle, geht es um die Antriebsart der Zukunft, kommt keiner am Strom vorbei. Wenn man die Verkaufszahlen betrachtet, scheint die Elektromobilität in Deutschland auf dem Vormarsch. Waren 2015 nicht einmal 20.000 Elektroautos zugelassen, waren es 2018 schon 237.000 Hybrid-Autos und knapp 54.000 Elektroautos. Das Bundesland Hamburg nimmt hierbei sogar den Spitzenplatz mit 0,18 Prozent E-Autos im Straßenverkehr ein. Verglichen mit ca. 30 Millionen Benziner  und ca. 15 Millionen Diesel in Deutschland natürlich immer noch zu wenig. Grund genug, sich einmal mit dem von Vorurteilen behafteten Thema zu beschäftigen und ein paar Fragen zur Elektromobilität zu beantworten:

1. Arten der Elektroautos:

Elektroauto ist nicht gleich Elektroauto. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Typen: Den rein mit elektrischen Antrieb betriebenen Auto oder den Hybrid. Letzteres verfügt auch noch über einen Verbrennungsmotor und kann daher auch für Langstrecken benutzt werden.

2. Kosten: 

Wie man vermuten kann, sind Elektroautos nicht billig. Doch schon bis 15.000 Euro gibt es kleinere Modelle. Bei hochwertigeren Modellen von VW und BMW muss man dann schon rund 35.000 Euro bezahlen.
Dennoch: Das Elektroauto hat beim Treibstoff und bei den Betriebskosten die Nase vorn. Rechnet man alles zusammen hoch, kommt das Elektroauto pro 100 Kilometer auf ca. vier Euro. Bekanntermaßen verbraucht ein Diesel oder Benziner ca. 4-10 Liter pro 100 Kilometer. Selbst bei den günstigsten Erdölpreisen können da beide also nicht mithalten.

3. Umweltfreundlichkeit:

Hier gilt kommt es ganz auf die Quelle des Stroms an: Bei erneuerbaren Energien etwa lässt sich das Ergebnis sehen: Pro Kilometer wird 5 Gramm CO² pro Kilometer verursacht. Kommt der Strom allerdings aus Kohle oder Erdgas, so kann das Ergebnis auch schon mal 115 Gramm betragen. Zum Vergleich: Beim Diesel sind es 100 Gramm CO² pro Kilometer, weitere 190 Gramm bei Herstellung und Vertrieb des Kraftstoffs.

4. Schnelligkeit:

Auch hier lassen sich die Resultate sehen: Top-Modelle wie bspw. der e-Golf oder der BMWi3 bringen es auf 130-140 km/h. Daneben gibt es speziell für die Stadt konzipierte Elektrowagen, diese sind zwar nicht so schnell (bis 100 km/h) wie ihre Artgenossen, in der Anschaffung dafür aber logischerweise deutlich billiger.

5. Ladezeit Akku:

Wie lange der Landevorgang beim jeweiligen Auto dauert, ist ganz von der Größe des Akkus und der Ladestation abhängig. An einer normalen Steckdose dauert das Aufladen eines Akkus mit 20 Kilowattstunden bis zu 6 Stunden, da man in Deutschland an entsprechenden Ladestationen allerdings mit Starkstrom schnellladen kann, kann es auch nur 30 bis 50 Minuten dauern. 

6. Reichweite:

Hier liegt noch das größte Defizit der E-Mobilität: Je nach Modell liegt die Reichweite des Akkus bei 100-200 km. Bei längeren Strecken sind deswegen Brennstoffzellen-Fahrzeuge oder Hybridfahrzeuge besser geeignet.